Donnerstag, 24. August 2017

Der gebürtige Kärntner



Wenn’s nicht so traurig wäre, würde ich ja Tränen lachen, aber Folgendes ist tatsächlich passiert und war so in den Medien zu verfolgen.

Heute lese ich in der Zeitung, dass sich die Kärntner FPÖ-Jugend am neuen „Mister Kärnten“ stößt. Kurz die Erklärung dazu: es liegt am Geburtsort des Siegers. Der ist nämlich gebürtiger Iraner, lebt seit seinem 10. Lebensjahr in Österreich und besitzt auch noch die österreichische Staatsbürgerschaft.
 
Oha, das ist dann wohl wirklich zu viel des Guten. Was zu weit geht, geht einfach zu weit. Wo kommen wir denn da hin, als Nächstes spielt dann vielleicht ein Fußballer mit dunkler Hautfarbe für das österreichische Fußballnationalteam oder schlimmer, wird jemand mit holländischen Vorfahren Bundespräsident in diesem schönen Land.
 
Ich empfehle hier den Gang zum Verfassungsgerichtshof. Vielleicht kann man die Wahl zum Mister Kärnten anfechten?
 
Wobei es würde auch den einfacheren Weg geben …. die Angst gegenüber dem Fremden und Unbekannten abbauen. Wie wär’s mit einem direkten Kontakt? Man wird überraschenderweise feststellen, dass es sich hier um Menschen wie du und ich handelt, Menschen die lachen und weinen, die genauso Angst haben wie wir.
 
Aber ich weiß nicht, ob es mir zusteht, diese Zeilen hier überhaupt zu schreiben, ich bin ja selbst nicht einmal gebürtiger Kärntner, o o ….

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